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In der Bibliothek entdeckt:

 

Oktober 2018

Mister Weniger von Andrew Sean Greer

Mein Name ist Birgit Windegger,  ich bin 22 Jahre alt und studiere Deutsche Philologie in Wien. Aufgewachsen bin ich im Ultental und seit Februar ansässig in Lana. Im Sommer 2018 durfte ich in der Bibliothek Lana ein Praktikum absolvieren. Die Zeit in der Bibliothek war sehr angenehm und spannend und sehr schnell vorübergegangen. Auch habe ich mehrere Bücher in der Bibliothek entdeckt. Die Entscheidung fiel schlussendlich auf ein Buch, welches mich ausgewählt hat. Beim Einbinden fiel mir „Mister Weniger“ von Andrew Sean Greer in die Hände und wollte gelesen werden. Dabei handelt es sich um eine Liebeskomödie, spannend, lustig und unterhaltend.

Nachdem Freddy beinahe 10 Jahre lang Arthur Wenigers Liebhaber war, trennt er sich von ihm um Monogam zu werden und zu heiraten. Gleich darauf entschließt sich der Verlassene jede Einladung, die er seinem Job verdankt, anzunehmen, um bei der Hochzeit nicht anwesend sein zu müssen. Arthur will sich ablenken, aber oft genug kommt es vor, dass er in Gedanken an einem anderen Ort ist: In seiner Kindheit, bei Freddy, aber auch bei anderen vergangenen Liebhabern. Während der Reise trifft der Autor auf viele verschiedene interessante Charaktere und Orte. Er trifft mehrfach die Liebe, welche nie optimal läuft. Zum Schluss kommt alles anders als man vielleicht erwartet hätte…

Vielen Dank für die Zusammenarbeit aller, die in der Bibliothek arbeiten und mithelfen. Viele spannende Lesestunden für den Oktober wünscht:

Birgit Windegger

September 2018

Frostnacht von Arnaldur Indridason

Ich durfte heuer zum zweiten Mal ein Sommerpraktikum in der Öffentlichen Bibliothek Lana absolvieren. Mein Aufgabenspektrum ist sehr breit: Neue Bücher auspreisen und einbinden, das Interagieren mit den Kunden an der Theke und das Erstellen von Ausstellungen. Zudem kontrolliere und räume ich täglich Dutzende Bücher ein. Dabei ist mir ein Taschenbuch sofort ins Auge gefallen: Frostnacht von Arnaldur Indridason. Der Klappentext und das Cover hatten mich sofort dazu gebracht den Islandkrimi zu lesen.


Ein offenbar kaltblütiger Mord an einen 10-jährigen Jungen isländisch-thailändischer Abstammung namens Elias sorgt in ganz Island für Unruhe. Aufgrund des ungewöhnlich kalten Winters ist der hilflose Junge im eigenen Blut am Boden festgefroren. Die Ermittler der Kripo Reykjavik stehen vor einem großen Rätsel. Sie beginnen die Ermittlungen indem sie sich auf das direkte Umfeld des Kindes konzentrieren: die Lehrer, die Mitschüler und die Angehörigen. Es gibt kaum Spuren, der Einzige der wichtige Informationen über das Geschehen haben könnte, ist der Bruder des Ermordeten. Dieser aber ist spurlos verschwunden. Immer wieder stoßen die Ermittler auf die Themen Rassismus und Migration, die in Island eine große Rolle spielen. Hauptkommissar Erlendur kämpft außerdem mit seiner eigenen Vergangenheit. Als kleiner Junge, gerieten er und sein Bruder in einen Schneesturm; nur Erlendur konnte gerettet werden. Sein Bruder ist seitdem verschollen. Und als wäre das nicht genug, stirbt auch noch sein Kollege Marian Brem. Zudem sucht die Polizei auch einen untergetauchten Kinderschänder. Schließlich wird die Tatwaffe gefunden, die den Kommissaren auf die Sprünge hilft. Es ist ein Schnitzmesser, das aus dem Werkunterricht an Elias Schule gestohlen wurde…

Ein großes Dankeschön an das gesamte Bibliotheksteam und viel Spaß beim Lesen des Buches!
Eure Elisa

 

Juli 2018

Hillbilly-Elegie von J.D. Vance

„Zeit ist eine subjektive Wahrnehmung – manchmal vergeht sie quälend langsam, und manchmal viel zu schnell. Vor allem schöne Momente neigen dazu, viel zu rasch vorbei zu sein. Die letzten acht Monate, während derer ich als Zivildienerin in der Bibliothek Lana tätig war, sind für mich wie im Flug vergangen. Nach dem Abschluss meines Studiums bot mir der Zivildienst die ideale Gelegenheit um die vielfältigen Aufgaben eines/r Bibliothekar/in zu erlernen und mich so auf die Teilnahme an einem öffentlichen Wettbewerb vorzubereiten. Von der Einarbeitung verschiedener Medienarten, über die Mitarbeit an verschiedenen Projekten, wie der Sommerleseaktion für Kinder und Jugendliche,  bis hin zur Leserbetreuung an der Theke war immer Abwechslung geboten und kein Tag glich dem anderen. Die vielen positiven Erfahrungen im direkten Kontakt mit den Bibliotheksbesuchern und  die lockere, angenehmen Atmosphäre im Bibliotheksteam  bestärkten mich in der Entscheidung, dass ich auch zukünftig in diesem Bereich tätig sein möchte.
Und natürlich entdeckte ich immer wieder neue Bücher, Spiele und Filme, welche mich in eine andere Welt entführen und/oder meinen Horizont erweitern. Hier ein kleiner Vorgeschmack auf meine jüngste Entdeckung:
„Hillbilly-Elegie: Die Geschichte meiner Familie und einer Gesellschaft in der Krise“ von J. D. Vance lässt sich wohl am ehesten als Sachroman beschreiben. Die einst stolze Arbeiterschicht des Rust Belt im Nord-Osten der Vereinigten Staaten fühlt sich nach dem Niedergang der alten Industrien vom Rest der Gesellschaft abgehängt und übervorteilt. Tabletten- und Alkoholabhängigkeit, schlechte Schulbildung, Arbeitslosigkeit und Gewalt bestimmen den Alltag der als  Hillbillys oder Hill-People bezeichneten Bevölkerungsgruppe. Viele von ihnen leben am Existenzminimum, doch anstatt nach Lösungen zu suchen und ihre Situation zu verbessern, haben sie die Hoffnung auf eine bessere Zukunft schon lange aufgegeben. Anhand seiner Familiengeschichte versucht Vance zu erklären, wie es zu der gegenwärtigen Misere der amerikanischen Mittelschicht kam, wie sich die Resignation der Hillbillys auf ganz Amerika auswirkt und wie es zum Wahlerfolg von Donald Trump kommen konnte.

Jutta Egger